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Meine Erlebnisse im Praxissemester
 

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Der Anfang

Jetzt geht es also mit großen Schritten auf das Praxissemester zu. Und weil wir sowieso einen Bericht- so ganz für uns und vielleicht den Mentor- schreiben sollen, wieso nicht in Blogform?

Ich bezweifle, dass er so unterhaltsam wird wie der von Frau Freitag (http://fraufreitag.wordpress.com/) oder der von Frau Kriese (http://frlkrise.wordpress.com/) aber vielleicht motiviert es mich, mich regelmäßig in schriftlicher Form mit dem Praxissemester auseinander zu setzen.

Die Einleitung der Einführungsveranstaltung schon vielversprechend: Wir werden ermahnt von nun an pünktlich zu sein, denn das würden wir ja von den Schülern und Schülerinnen auch irgendwann wollen. Wobei ich eher davon ausgehe, dass die Leute die diesmal zu spät kamen (ausgenommen diejenigen die sich verfahren/verlaufen hatten) genau die LehrerInnen sein werden, die später auch im Beruf oft zu spät kommen werden. Genauso wie das vermutlich früher, damals als die Welt noch jung war, die SchülerInnen waren, die oft zu spät kamen. Manche Menschen sind nun mal so. Abgesehen davon, dass ich daran arbeite zu spät kommen nicht als persönliche Beleidigung zu empfinden (ich vermute das würde mich zu einer sehr problematischen Lehrerin machen) musste ich doch sehr schmunzeln, als dies das Erste war, was zu angehenden Lehrern und Lehrerinnen gesagt wird.

Anschließend wurde das Wort an eine Frau weitergegeben, die LehrerInnen als „böse“ und SchülerInnen als „lieb“ bezeichnet- natürlich rein aus der Sicht der Lernenden versteht sich! Sie meinte, je früher man sich damit abfindet, dass es so ist, desto besser.

Mich hat das sehr unbehaglich gemacht. Ich möchte mich nicht als böse sehen und ich will nicht, dass mich SchülerInnen als böse sehen. Ich denke eher, dass sie mich als Lehrerin sehen und ich in der Verpflichtung bin zu beweisen, dass ich nicht „böse“ bin. Meiner Erfahrung nach geht das durchaus- auch ohne dann zu den Lehrenden zu werden, denen Inhalte egal sind und die einfach irgendwelche Noten auf die Zeugnisse schreiben.

Nach dieser ermutigenden Einleitung wurde das Wort weiter gegeben an eine frühere Praktikantin- sie hatte das vor einem Jahr gemacht. Vor 150 Leuten zu reden ist ganz und gar nicht einfach, vor allem wenn man es nicht gewohnt ist. Trotzdem muss ich als erstes an das vom Lehrerbildungszentrum angebotene Kompetenztraining für angehende LehrerInnen denken. Der Dozent für Körpersprache hatte auf so unterhaltsame Weise erklärt, was es bedeutet, wenn man beim Vortragen die Hände in die Hosentaschen steckt: (frei) Die Taschen sind Heimat, sie sind Sicherheit, da fühle ich mich wohl.

Ich sollte bei meiner ersten Stunde vielleicht die Hose anziehen, deren Taschen ich schließen kann.

Jedenfalls- danach dann die ersten drei „Module“ Pädagogik. Die Lehrerin nett, die Gruppe nett, der Inhalt leider nicht. Das was ich verstehe, wusste ich schon, das was ich nicht verstehe, ist laut Dozentin sowieso nicht so wichtig und muss nur mal kurz gelesen werden.  Aber ich will ja die Sachen mitnehmen die mir wichtig erscheinen und den Rest da lassen wo er ist, ohne mich darüber aufzuregen.

Auf morgen sollen wir eine Unterrichtseinleitung gestalten. Ich möchte ganz schnöde eine Karikatur für ein geschichtliches Thema aussuchen. Ich hoffe allerdings, dass nicht sämtliche Geschichtsstudierenden auf genau die gleiche Idee kommen.

Ansonsten ist Freitag die GLK in der Schule in der ich bis Dezember sein werde.

Ich kann nur hoffen, dass die Leute dort verständnisvoll für meine etwas ungünstige Latinums-Situation sind und mir im September noch ein bisschen Leerlauf zugestehen.

 

3 Kommentare 7.9.10 21:05, kommentieren

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